Taktikaufgabe – Wie knockt Aljechin seinen Gegner aus?

Der russische Schachweltmeister Alexander Aljechin gilt als großes Kombinationsgenie. Auch heute noch lösen seine genialen Einfälle am Brett wahre Begeisterungsstürme aus. Nicht selten überraschte er seine Gegner „aus der Kalten“ mit einem taktischen Schlag. Ein geeignetes Beispiel hierfür ist Aljechins Partie gegen Feldt, welche 1916 in einem Blindsimultanwettkampf an einem äußerst ungewöhnlichen Ort gespielt wurde, nämlich dem Lazarett zu Tarnopol.

Wie kam es dazu? Im Ersten Weltkrieg leitete der künftige Schachweltmeister einen Sanitätstrupp des Roten Kreuzes. Er wurde an der Front bei der Bergung von Verwundeten selbst schwer verletzt und kam in das Lazarett. Dort bat der Russe die Verwaltung, ihm einige Schachpartien zu ermöglichen. Diese organisierte daraufhin eine Blindsimultanvorstellung mit 5 Gegnern, die allesamt aus Tarnopol stammten. Die Stadt Tarnopol liegt heute in der Ukraine und hat über 200000 Einwohner.

Nun zur Partie gegen Feldt. Aljechin führte die weißen Steine und folgende Stellung wurde nach dem 14. Zug von Schwarz erreicht:

Aljechin - Feldt
Schwarz zog 14… c5? und übersah eine taktische Möglichkeit.

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Offensichtlich steht der Anziehende besser, da er über die harmonischere Figurenaufstellung und Raumvorteil verfügt. Ein taktischer Schlag ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich … aber auf den zweiten schon. Vor allem der Punkt e6 wirkt im schwarzen Lager sehr schwach. Wie hat Aljechin diesen Umstand ausgenutzt?

Viel Spaß beim Knobeln! Die Lösung folgt in einer Woche am 25.02.2016.

 

 

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